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Über böhmischen Glasperlen

Die Glasperlen gehören zur Region um Jablonec nad Nisou (Gablonz) und Železný Brod bereits seit mehreren Jahrzehnten. Obwohl viele Änderungen in der Produktion durchgeführt wurden, ist die Herstellung von Glasperlen nicht einfach. Und wie werden die jeweiligen Glasperlenarten eigentlich hergestellt?

Druckperlen


Wie die Bezeichnung schon verrät, werden diese Glasperlen gedrückt. Das Drücken wird auf Drückmaschinen durchgeführt. Früher war zum Drücken eine Zange benutzt, auf der eine Metallvorrichtung montiert wurde, die die gewünschte Form hatte.
Heute werden zum Drücken die Kopal-Drückmaschine und Matura-Drückmaschine benutzt. Die Kopal-Drückmaschine ist eine Glasmacherpresse, in der eine Form – sog. Kaplick – platziert ist. Diese Form ist aus einem temperaturbeständigen Werkstoff (gehärteter Stahl oder Hartmetallstück) erzeugt und aus zwei Teilen zusammengesetzt, zwischen die der Glasdrücker eine erhitzte, teilweise geschmolzene und zähflüssige Glasstange steckt und in die gewünschte Form drückt. In der Form (Kaplick) ist eine kleine Öffnung, durch die die Nadel geht und nach dem Drücken ein Loch in die Glasperle hinein sticht. Das Erhitzen der Glasstange wird im Ofen durchgeführt, der sich neben der Glasmacherpresse befindet.
Dieses Verfahren benutzt man für Drücken von größeren Glasperlen und für Drücken von speziellen mehrfarbigen Glasstangen für Drücker.
Die Matura-Drückmaschine ist eine halbautomatisierte Glasmacherpresse. Die Glasstangen werden in einem über die Maschine platzierten Ofen (entweder Gasöfen oder kombinierte Öfen) geschmolzen. Im Ofen befindet sich ein hitzebeständiger Behälter, sog. Tiegel, in dem die Glasstangen schmelzen. Das geschmolzene Glas fließt aus dem Ofen und wird auf ähnliche Weise wie im Falle der Kopal-Drückmaschine in die gewünschte Form gedrückt.
Nachdem die Glasperlen fertig gedrückt sind, müssen sie in speziellen isolierten Behältern, sog. Kanonen, kalt werden. Dadurch vermeidet man Spannung im Glas und das daraus folgende Bersten der Glasperlen. Die Dauer des Abkühlprozesses hängt von der Perlengröße ab, meistens werden die Glasperlen wenigstens bis zum nächsten Tag abgekühlt.
Die Teile der Form (Kaplick) dürfen bei Drücken nie aufeinander stoßen, sonst wären sie beschädigt. Darum entsteht zusammen mit der Glasperle auch ein Glasrand, sog. Schrot. Die kalten Glasperlen werden dann in eine Schütteleinrichtung gebracht. Es ist ein Fass mit einigen Kanten, das sich eine feste Zeit lang mit einer bestimmten Anzahl der Umdrehungen pro Minute dreht, damit der Schrot von den Glasperlen wegfällt und ihre Oberfläche glatt wird. Danach werden die Glasperlen zusammen mit Schrot zur Sortiereinrichtung gebracht. Es werden Siebe mit unterschiedlicher Maschenweite verwendet, und Schrot und Unreinheiten werden von Glasperlen aussortiert. Der Schrot wird in Glashütten wieder zur Herstellung von Glasstangen benutzt.
Dann schüttet man die Glasperlen in eine Rumpeleinrichtung, wo sie mit Glasperlen anderer Größen und Formen, mit Glasmachersand und Wasser gemischt und gerumpelt werden - sie reiben einander ab und ihre Oberfläche wird unter Einwirkung von Sand geschliffen und glatt gemacht. Dieses Verfahren ist ziemlich zeitaufwendig.
Die Glasperlen, die zum Schleifen bestimmt sind, werden auf diese Weise ca. 24 Stunden, die größeren bis 48 Stunden abgerieben. Diese Perlen sind dann glatt, jedoch matt und mit kleinen Rissen.
Die Glasperlen, die später nicht mehr geschliffen werden und glänzend sein sollen, werden viel länger abgerieben, ca. 3 -4 Tage ohne Unterbrechung. Jeden Tag muss Wasser gewechselt, ggf. Sand zugegeben werden. Nachdem die Glasperlen vollkommen abgerieben sind, sodass die Oberfläche perfekt glatt und frei von Rissen ist, beginnt man, die Glasperlen nur mit Wasser zu polieren. Auch dieses Verfahren ist zeitaufwendig, es dauert 3 – 5 Tage. Ausschlaggebend sind immer die Größe und Form der Glasperlen. Dann werden die Glasperlen gründlich gewaschen und getrocknet und jetzt kommt Sortieren an die Reihe. Das Sortieren wird von Hand durchgeführt – es werden Glasperlen aussortiert, die der Norm nicht entsprechen, und es bleiben nur hochwertige Glasperlen übrig, die in die Bijouterieproduktion oder zu Ihren geschickten Händen gebracht werden.


Feuerpolierten Perlen


Bei feuerpolierten Schliffperlen ist der Produktionsprozess bis zum Rumpeln dasselbe wie bei Druckperlen. Wie schon gesagt, ist das Rumpeln kürzer (24 – 48 Stunden), weil der große Teil der Perlenoberfläche abgeschliffen sein wird und weil es nicht nötig ist, sie speziell glatt zu machen. Nach dem Rumpelprozess werden die Glasperlen auch gewaschen und getrocknet und weiter zu einer Schleifanlage gebracht.
Die Schleifanlagen können von Hand bedient sein, wann der Schleifer die Perlen auf eine Vorrichtung auffädelt (auf einmal werden abhängig von der Größe ca. 12 – 70 Stk. Perlen geschliffen), die er in die sog. Gabel auf der Schleifanlage legt. Er bewegt dann die Schleifvorrichtung manuell und wechselt die Schleifposition gegenüber der Schleifscheibe, durch die Facetten auf den Perlen geschliffen werden. Dieses Schleifverfahren ist sehr anspruchsvoll im Hinblick auf die Präzision des Schleifers und auf die Einstellung der Schleifanlage.
Bei halbautomatischen Schleifanlagen legt der Schleifer die Vorrichtung mit aufgefädelten Perlen in die Maschine und die Schleifanlage dreht die Glasperlen und wechselt die Position der Vorrichtung automatisch.
Die halbautomatische Schleifanlage ist noch empfindlicher, was die einwandfreie Einstellung betrifft, namentlich dann, wenn die 2 mm großen Glasperlen geschliffen werden, wo jedes Hundertstel Millimeter entscheidende Rolle spielt.
Mit diesen Anlagen werden meistens kleinere Glasperlenarten und transparente Farben geschliffen. Andere Glasperlen müssen mit Handschleifanlagen geschliffen werden, z. B. darum, weil satte und Opalfarben weich sind und beim Schleifen die Poren der Schleifscheibe verstopfen, die viel häufiger abgerichtet werden muss, und die Schicht mit verstopften Poren muss beseitigt werden.
Nach Schleifen sind Glasperlen matt und müssen poliert werden. Früher wurde dieses Polieren über Feuer durchgeführt. Die Glasoberfläche der Glasperlen schmolz ein bisschen und dadurch wurde der Glanz der Perlen erzielt – darum die Bezeichnung Feuerperlen (feuerpolierte Schliffperlen).
Heute werden elektrische Öfen, entweder Tunnelöfen, oder Kammeröfen, benutzt. Sie arbeiten auf demselben Prinzip, die Glasperlen werden auf spezielle Teller geschüttet und durch den Tunnelofen gefahren, wo sie dank hoher Temperatur poliert werden. Im Kammerofen werden größere Glasperlen poliert, sie werden auf Drähte aufgefädelt und in den Ofen gesetzt, der auf die gewünschte Temperatur erwärmt und dann langsam abgekühlt wird. Nach diesem Prozess werden alle Glasperlen gründlich gewaschen und getrocknet. Jetzt kommt Sortieren an die Reihe. Das Sortieren wird von Hand gleich wie bei Druckperlen vorgenommen.

 

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